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Steueroptimierte Rentenversorgung

Seit 2005 werden Altersvorsorgebeiträge steuerlich immer weiter entlastet und die kommenden Renten schrittweise jährlich in der Besteuerung belastet.
Der günstige Ertragsanteil der gesetzlichen Rentenversicherung ist weggefallen und mit einer jetzigen Steuerpflicht im Jahr 2011 von 62 Prozent besteuert.
Alle Einnahmen die den aktuellen Freibetrag übersteigen, unterliegen ebenfalls der Einkommenssteuer. Im Jahr 2011 liegt der Freibetrag für ledige bei 8004 € und für verheiratete bei 16008 € im Jahr.
So übersteigen Einnahmen aus Mieteinkünften, der Riester Rente, der Rürup Rente und der betrieblichen Altersvorsorge schnell den jährlichen Freibetrag und unterliegen dann der vollen Einkommensteuer.
Besonders die favorisierten Immobilien und der betrieblichen Altersvorsorge zur steuerlichen Falle werden. Wer sich den Beitrag aus der betrieblichen Altersvorsorge auf einmal auszahlen lässt, muss sogar den vollen Beitrag in dem Jahr versteuern. Besteht eine gesetzliche Krankenversicherung, muss auch dafür die vollen Beiträge abgeführt werden. Dadurch können bis zu 50 Prozent der Auszahlung auf einmal verloren gehen.

Aber wie kann steueroptimiert vorgesorgt werden?

Die nicht allzu populäre private Rentenversicherung gewinnt damit wieder an Bedeutung.
Zwar bekommt der Sparer während der Sparphase keine staatliche Förderung, muss aber die Rente nur mit einem Ertragsanteil von 18 Prozent mit Rentenbeginn des 65. Lebensjahrs besteuern.
Damit ist der Steuersatz von damals 27 auf jetzt 18 Prozent mit dem 65. Lebensjahr gesunken. Die Höhe des Ertragsanteils, richtet sich nach dem Alter zum Rentenbeginn. Wer früher in Rente geht, erhält einen höheren Ertragsanteil. Der jeweilige festgesetzte Ertragsanteil bleibt für die gesamte Rentenzeit bestehen.
Also muss ein Rentner seine private Rente von 1000 € mit 180 € versteuern, wenn er mit 65. Lebensjahr in Rente geht. Hat der Rentner einen persönlichen Steuersatz von 25 Prozent, fallen 45 € Steuerbelastung an.
Während die gesetzliche Rente von 1000 € mit derzeit (2011) 62 Prozent zu versteuern ist. Bei gleichem persönlichen Steuersatz, bedeutet das eine Steuerlast von 155 €.

Wie sieht es mit der Rendite aus?

Auch die private Rentenversicherung besitzt Abschlusskosten, wie eben alle Versicherung zur Altersvorsorge. Wenn sie genau wissen was sie wollen, können sie die private Rentenversicherung bei Direktversicherungen, wie der Cosmos Direkt oder Hannoverschen Leben abschließen. Einige Versicherungen bieten auch vertriebsfreie Verträge an, wie die InterRisk und LV1871. Allerdings müssen sie telefonisch direkt nachfragen.
Abschlusskosten bleiben aber trotzdem, aber eben etwas weniger. Die Abschlusskosten werden über fünf Jahre verteilt. Zusätzlich fallen weitere Kosten, wie Verwaltungskosten an. Die gesamten Kosten sorgen dafür, dass in den ersten Jahren weniger Rückkaufswert ausgewiesen wird, als sie eingezahlt haben. Das mindert natürlich die Rendite. Wir haben dafür einen Überblick auf der Seite "Rentenversicherung vergleichen" erstellt.
Wer dem umgehen will, kann sein Geld auch auf ein Festgeldkonto oder in Staatsanleihen solventer Staaten investieren. Sie müssen nur konsequent genug sein, ihr Geld vor Rentenbeginn zu verbrauchen. Außerdem ist der gesamte Gewinn, auch während der Sparphase, mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent zzgl. Soli und Kirchensteuer zu versteuern.
Immobilien sind nicht unbedingt im Vorteil der Rendite. Dieser entsteht meistens nur durch eine Wertsteigerung am Markt und einer Inflation. In der Rentenphase, in der sie Mieteinnahmen einnehmen, unterliegen die der vollen Einkommensteuerpflicht.
Wahrscheinlich werden die jährlichen Mieteinnahmen ca. 5 Prozent auf die Anschaffungskosten betragen. Dagegen sind evtl. Fremdzinsen zu rechnen und Instandhaltungskosten. Damit mindert sich vor Steuern die Rendite. Also können sich Anleger einer Immobilie nicht auf einen festen Gewinn verlassen. Je nach höhe ihres Steuersatz und der laufenden Kosten der Immobilie verbleibt ihr Gewinn. Nur die Inflation arbeitet für sie als Immobilienbesitzer, während sie der privaten Rentenversicherung schadet.
Aber auch die Rendite der privaten Rentenversicherung hängt an den Kosten des Vertrags und an den Zinsen für Staatsanleihen am Markt. Allerdings ist ein prognostizierter Gewinn, besser vorherzusagen, als bei Immobilien. Besonders die britischen Lebensversicherungen bringen seit Jahrzehnten relativ konstante und gute Rendite hervor.
Auch für die betriebliche Altersvorsorge haben wir einen Vergleich der Rendite erstellt. Hier sollten sie möglichst vermeiden, die Summe auf einmal auszahlen zu lassen. Während sie allerdings in der Sparphase sehr hohe staatliche Förderungen erhalten.
 
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