Wichtige Eckpunkte zur Riester Rente Drucken E-Mail
Ein paar Punkte die jeder beim Abschluss einer Riester Rente beachten sollte.

Wichtige Eckpunkte zur Riester Rente

Die Verunsicherung und der Aufschrei der Makler habe ich Im letzten Artikel erwähnt.
Die Berechnung des Versicherungsmathematikers hat da nicht viel Hoffnung für die Riester Rente gegeben. Generell besteht das Problem vor einem Abschluss, dass Sie Prognosen von der Versicherung oder Bank gegenüber stehen. Rendite Betrachtungen der Vergangenheit haben keine Aussagekraft für die Zukunft. Hier kann eher nur ein Vergleich innerhalb des gleichen Sektors angestellt werden.

Deshalb bringt es für Ihre eigene Zukunft wenig, ob Ihnen jemand nun 4 oder 9 Prozent Rendite pro Jahr verspricht. Zumal viele nicht wissen, ob es sich bei den Angaben um eine Rendite, einfache jährlich Verzinsung oder aber einer effektiven Verzinsung handelt. Angaben zur Performance sollten bei der Riester Rente wohl kaum gemacht werden. Und genau diesen Punkt hat die DIW bemängelt. Das, was unter dem Strich beim Kunden hängen bleibt, wird immer weniger. Ein Indikator dafür ist der sinkende Garantiezins, der übrigens eine Angabe vor Kosten ist. Gründe für diese Situation gibt es viele. Der niedrige Marktzins, der die Zinsen der Anleihen in den Boden drückt und der demographische Wandel, der weniger in die Kassen der Konzerne spült, dafür aber immer mehr an Rentenleistungen erbringen müssen. Und das Problem der Langlebigkeit kostet den Unternehmen richtig viel Geld.

Nun, das ganze hilft aber nicht, denn eine Versorgungslücke besteht für jeden Abreitnehmer in Deutschland für seinen Ruhestand. Wer dem nicht ausgeliefert sein will, muss etwas tun. Ob das nun Aktien, Immobilien oder Goldmünzen sind. Allerdings bietet die Riester Rente einigen Personen eine hohe Förderung.
Arbeitnehmer mit Kindern und geringem Gehalt können hier schon eine staatliche Förderung um die 80 Prozent bekommen. Zum Beispiel: Jährliche Sparleistung 399 Euro, davon 154 Euro Grundzulage, 185 Euro Kinderzulage (1), verbleibt ein Eigenbeitrag von 60 Euro im Jahr. Da nun die Gesellschaften am Ende der Laufzeit mindestens die eingezahlten Beiträge garantieren müssen, ist dies kein schlechtes Geschäft. Profitabel ist das ebenfalls für Gutverdiener, da diese noch einen Steuervorteil oben drauf bekommen.
Hier sollte jeder mindesten einmal seine eigene Förderung berechnen lassen.

Wer sich nun für eine Riester Rente entscheidet, muss weitere Details beachten.
Natürlich einmal der Vergleich der Abschluss- und Verwaltungskosten. Hier sollten Sie sich einen Kostenquotienten (Prozentzahl) anzeigen lassen, um einen einfachen Vergleich vornehmen zu können.
Die Absicherung der biometrischen Risiken. Diese sollten Sie in einer Riester Rente möglichst vermeiden. Es geht hier nicht vordergründig um die Absicherung des Todesfalls (die über die Rentengarantiezeit abgebildet wird), der Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer anderen Absicherungen. Die Riester Rente soll ein Sparvertrag für Ihre Altersvorsorge sein und nicht von den Kosten der Versicherung aufgefressen werden.
Wenn Sie einen Partner haben, sollte dieser ebenfalls einen Vertrag haben, damit er Ihren weiterführen kann, falls Sie sterben sollten

Für die Anlageart der Riester Rente gibt es drei verschiedene Formen.
Die Anlage in Anleihen, in Investmentfonds oder einer Mischung aus beidem (Hybridmodell). Die Anlage nur in Anleihen kann eben zur Folge haben, dass für eine lange Zeit niedrige Marktzinsen Ihre Rendite der Riester Rente sinkt lässt. Außerdem ist hier auch ein Ausfallrisiko gegeben, wie es durch Griechenland bereits geschehen ist.
Die Anlage nur in Investmentfonds, kann neben großen Marktschwankungen - besonderes Problem kurz vor dem Rentenbeginn-, den Verlust des Kapitals bis zum Nominalbetrag bedeuten. Außerdem werden diese Anlagen meistens von Banken herausgegeben, die beim Abschluss keinen Rentenfaktor bieten. Dann müssen Sie vor Rentenbeginn das Geld in eine Rentenversicherung als Einmalbeitrag, zu den dann geltenden Konditionen (zuzügliche neue Abschlusskosten) verrenten.
Eine Entnahme des Kapitals darf max. 30 Prozent des vorhandenen Kapitals betragen.
Die Anlage der Riester Rente über eine Finanzierung ist ein Thema für sich, welches ich in einem weiteren Artikel gerne aufgreifen werde.
Ein wichtiger Punkt ist noch der Rentenfaktor. Wie gesagt, bekommen Sie keinen bei der Bank, wenn das Kapital direkt in Investmentfonds angelegt wird.
Der Rentenfaktor besagt, wie das vorhandene Kapital in eine Monatsrente berechnet wird. Sie sollten möglichst eine Gesellschaft nehmen die den Rentenfaktor auf der heutigen Rechnungsgrundlage garantiert.
Es gibt Versicherungsgesellschaften, die sich an Sterbetafeln orientieren oder sogar eine Klausel beinhalten, das die im Versicherungsschein angegebene Monatsrente halbierbar ist.
Die Rechengrundlage des Rentenfaktors wird in der Zukunft, aufgrund des demographischen Problems, wohl eher schlechter werden. Deshalb kann auch eine gute Riester Rente in einen Investmentfonds Ihnen zwar mehr vorhandenes Kapital erbringen, Sie aber eine geringere Rente bekommen, weil die Rentenfaktoren am Versicherungsmarkt gesunken sind.
Eine gute Beratung eines ausgebildeten Beraters ist zu empfehlen. Am besten eines Honorarberaters der wirklich unabhängig von den Produktgebern ist.



 

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